Rechtsextremismus hat durch die Digitalisierung Auftrieb bekommen. Um zu verstehen, warum das so ist, reicht es nicht auf das strategische Handeln organisierter Akteure zu schauen. Die ständige Empörung einer aufgeregten Online-Öffentlichkeit ist für den digitalen Erfolg nicht unerheblich – das zeigt die Debatte um das sogenannte „Sylt-Video“. Wer sich strategisch mit rechtsextremen Inhalten auseinandersetzt, muss dabei aufpassen, nicht in die Empörungsfalle zu tappen. Der Workshop fragt: Warum profitieren rechtsextreme Akteure so stark von der Logik sozialer Medien? Und welche Dilemmata machen es demokratischen Kräften so schwer, dagegenzuhalten? Der Referent Maik Fielitz leitet am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft den Bereich Digitale Konfliktforschung und ist Mitherausgeber des Online-Magazins Machine Against the Rage.