Künstler 2007

In diesem Jahr bietet das Auerworld Festival erneut ein erstklassiges Lineup, von Saalfeld über Berlin bis in die Karibik stellen wir euch hier 15 Acts vor, die unsere Bühnen zum Julivollmond ins Schwingen bringen werden.

Pitchtuner

(Dresden / Berlin)

Das Credo der neuen Partybewegung von New York über Gent bis Berlin – für handgemachte Elektronik, gegen Rockismen – haben auch Pitchtuner groß auf ihre Fahnen geschrieben. Dem Trio geht es um Housebeats im Zusammenspiel mit P-Funk-Gitarren, Psychedelia und japanischem Gesang, das gemeinschaftliche Band-Sein ist viel wichtiger als Producer-Nerdtum. Live beißen sich die Pitchtuner-Grooves sofort fest und lassen so bald nicht mehr los. Ihr Klangdiorama kann einem ganz schön die Sinne vernebeln. (www.pitchtuner.net)

Chapeau Claque

(Erfurt)

Hinter Chapeau Claque (frz. chapeau = Hut, claque = Klaps) verbirgt sich die Songwriterin und Sängerin Maria Antonia Schmidt. Die Texte von ihr geben dem Hörer einen, zum Teil tiefen Einblick in das Lebensgefühl einer jungen Dame, die die Welt in einer ureigenen Perspektive betrachtet und erlebt. Parallelen zu Bands wie 2raumwohnung, Juli oder auch Silbermond sind hier durchaus im Ansatz zu erkennen. Dennoch liefert Chapeau Claque mit ihrer ersten CD »Hand aufs Herz« ein wirklich überzeugendes, eigenständiges Debüt ab. Kein alter Hut, sondern ein frisches Zeichen aus Thüringen. Fernab von Bratwurst und Klößen. Keine seichte Gefühlsduselei, sondern intelligente Lyrics – mal witzig, mal nachdenklich. Der Hut als Gegenstand aus dem man Dinge und Geschichten zaubert … (www.chapeauclaque.net)

B. Ashra

(Berlin)

Der Berliner B. ASHRA widmet sich mit seinem Solo Projekt der elektronischen Ambientmusik und stimmt dabei seine Synthesizer schonmal auf Planeten- und Molekültöne nach dem Prinzip der »Kosmischen Oktave«. Seine Live Sets sind legendär und so wird er einigen von vielen Festivals und Partys ein Begriff sein. Nebenbei ist er Sounddesigner und betreibt ein kleines Mastering Tonstudio und das Ambientlabel »Klangwirkstoff Records«. (www.b-ashra.de)

Blotch

»Dance Musik mit Rock Instrumenten? Und ohne Loops und Samples? Geht das denn überhaupt?«, fragt der Zweifler – und die Konzertbesucher, die wissen, wie gut es sich auf die Musik von Blotch abtanzen lässt, antworten: »Ja, das geht, und zwar sehr gut!« Zwischen der treibenden Monotonie eines House Sets und der spontanen Energie eines Rock Konzerts, da liegt die Musik von Blotch. In Rockband-Besetzung, mit Schlagzeug, Bass und zwei Gitarren, entern Blotch die Bühnen der Republik, um die Clubs und ihre Besucher in rhythmische Schwingungen zu versetzen und die Tanzflächen zu füllen. (www.blotch.de.vu)

Pattys Planet

(Köln)

Pattys Planet ist eine Soundfricklerin aus der Schweiz und lebt zur Zeit in Köln. Eine samtweiche Stimme, vielstimmige Chorgesänge, lyrisch-funkiges Saxofon, und das Ganze groovig umrahmt von elektronischen Klängen wie aus einer Märchenwelt. Die vielseitige Musikerin, die sich selbst als ¿Electronic Songwriter¿ bezeichnet und ihre Musik als ¿warme Elektronik¿ beschreibt, kreiert ihren eigenen Sound, eine Art Elektronische Weltmusik, irgendwo zwischen moderner Elektronik, Singer/Songwriter und Trip Hop. (www.pattysplanet.de)

Los Banditos

(Jena / Saalfeld)

Mit Ihrer schier unglaublichen Mixtur aus Surf, Trash , Glamour, Beat und Filmmusik ala Werner Enke Streifen der 60er brechen die Los Banditos aus Boomtown in neue Sphären des Entertainments auf. Die Könstler über sich : »Wir trinken Strichnin und Nitro, essen TNT mit Atomchilis überbacken und hören dabei Neil Young.« Das ergibt eine explosive Mixtur aus 60er Beat, Surf, Twang, Rock’n Roll, Sex und Crime, vermischt mit Zukunftsklängen für das 26. Jahrhundert. (www.losbanditos.de)

Psychokey

(Karibik)

Psycho Key aus der Dominikanischen Republik steht für moderne Weltmusik, bei der sich Reggae Beats mit indischen Sitarklängen und rockigen Gitarrenriffs zu einem beeindruckenden Klangerlebnis vereinigen, welches das Publikum zum Tanzen anregt und mit erdigen Parts für Abwechslung sorgt. Dabei verweben die Bandmitglieder, die teils aus der Karibik, aber auch aus Kanada und der Schweiz stammen, ihre kulturellen Hintergründe zu einem eigenständigen Sound, den sie inzwischen auf insgesamt fünf Alben gepresst haben. (www.psychokey.com)

Move D (DJ-Set)

(Heidelberg)

Einer der am meisten unterschätzten DJs und Musikproduzenten überhaupt. Musikerfamilie. Tontechnikerausbildung. Seine Musik wird ab und zu mit der Bezeichnung »Techno, im ursprünglichen Sinne« umschrieben. Wir haben aber läuten hören, dass er in letzter Zeit auch ganz gerne Funk Nummern auflegt. Was wir ganz sicher wissen: Wenn David Moufang Platten dreht, das klingt, groovt und rockt, das man einfach dazu tanzen muss. Wer den Auftritt von Move D und Gunter »ruit« Kraus zum Auerworld Festival 2002 erlebt hat, der weiß warum diese Veranstaltung den Titel »Magie unter Weiden« verdient hatte. (www.myspace.com/moufang)

Didges Brew

(Berlin)

Didges Brew sind Pioniere des Didgeridoo in Europa. Meilenweit entfernt vom Image als dröhnender Begleitsound schaffen Keys, Drums, Percussion und Samples organischen Tribal-Electro-Jazz-Funk des 21. Jahrhunderts! Marc Miethe’s treibendes Posaunen-Didge, das er mit einer »Intensität und einem Ideenreichtum spielt, die seinesgleichen sucht« (DNN), klingt dabei als wäre eine elektronische BeatBox am Werk. (www.didgesbrew.de)

Andreas Max Martin

(Weimar)

Dass es sich bei Andreas Max Martin & Band um echte, bestens ausgebildete Musiker handelt, hört man auf den ersten Ton. Ihre Stücke verzaubern, inspirieren und verführen. Zwischen gefühlvollen Jazz-Klassikern und Liedern voll überbordender Phantasie und subtilem Humor bringt Andreas Max Martin seine unverwechselbar schrägen Ansagen unter – den geneigten Zuhörer erwarten Atmosphäre, Stil und Wohlbefinden – »Nachtkaffee-Jazz« eben. Zum Auerworld Festival präsentieren Andreas Max Martin und seine Band feinsten »Nachmittagskaffee-Jazz« – sie treten am Samstag gegen 16 Uhr auf. Zu dieser Zeit ist unser Publikum am ehesten für diese Art der Musik aufnahmebereit. Es ist geplant, frischen Espresso direkt vor der Bühne zu brauen. (www.andreas-max-martin.de)

Kitty Solaris

(Berlin)

Genaugenommen ist Kitty Solaris keine Band, sondern die Sängerin und Gitarristin Kitty Solaris, die bei ihren Liveauftritten von Steffen Schlosser an Akustikgitarre und Schlagzeug begleitet wird. Kitty Solaris macht Lo-Fi-Pop. Ihre Lieder entstehen in der Küche und so wundert es nicht, dass eine ihrer Cds den Titel »out of the kitchen« trägt. Doch viel weitschweifender sind die Lieder, musikalisch mit viel Melodie und verführerischer Stimme, dauerpräsenter Gitarre und elektronisch-feiner Unterstützung. Aber natürlich tummeln sich inmitten all dieser Indierock-Herrlichkeit immer noch die feinen Akustikgitarren, Keyboard-Geklingel und Kirstens Stimme in eher entrückteren Höhen. Mit »Cooler« gibt es, neben den durchweg eingängigen, fast polierten Melodien, auch einen richtigen Indie-Disco-Hit, den man sich auch gerne mal im Radio vorstellen möchte. (www.kitty-solaris.de)

Dachterrasse

(Jena)

Herzlich willkommen auf der Dachterrasse. Der Bandname ist ein Ort. Über der Stadt und doch mittendrin. Hier versuchen fünf Typen im Jetzt ein Lebensgefühl einzufangen und es zu teilen. Ihre Songs entstehen zwischen Hörsaal und Mensa in der Straßenbahn und in der Schlange an der Supermarktkasse. »Dachterrasse« verfüegen über Bühnenerfahrung auf Bühnen in ganz Deutschland. Sie sind die aktuellen Thüringengrammypreistäger und werden vom Land Thüringen zu Stefan Raabs »Bundesvision Songcontext« 2008 vorgeschlaggen. (www.dachterrasse-musik.de)

Sabanova

(Berlin)

Sabanova spielt Sommer Groove mit Strandphilosophie. Sabanova schlägt mit groovigen Songs und sinnlichen Texten einen zielstrebigen Weg zum Strand ein. Die Musik ist abwechslungsreich, unterhaltsam, leicht und künstlerisch feinfühlig. Die Besetzung besteht aus zwei Frauen und zwei Männern, Kontrabass, Klarinette und Gesang, Percussion, Gesang und Gitarre. (www.sabanova.de)

Baby You Can Follow Me Down

(Bonn/Köln)

Matthes spielt Gitarre und Pusteklavier, Mick singt und spielt Gitarre und Mandoline. Wenn ihnen etwas anderes in die Hände kommt, dann spielen sie es auch. Sie selbst über ihre Musik: Alle diese kleinen Dinge, die mit Liebe und Sturheit geboren werden. Die aus Gummiband und Pappe daherimprovisiert kommen und die man dafür gern hat, dass ihre Augen unterschiedlich groß sind und sie einen Buckel und einen Sprachfehler haben. Solche Dinge wie Häuser aus Wellblech mit Springbrunnen davor. Solche Dinge sind unsere Songs. (www.myspace.com/babyyoucanfollowmedown)

Seconds in Formaldehyde

(Marlishausen)

There is a new movement of loop-based, often metal-infused, guitar drone artists that are beginning to capture our attention. Many of these artists create strong soundscapes, but few achieve the excellence of Fear Falls Burning, Aidan Baker, Jason Sloan, and a few others.

Out of nowhere comes German axe prodigy, Martin Fuhs. One listen to II and you will realize why his Seconds in Formaldehyde deserves to be counted amongst the very best in the genre.

Fuhs sense of space in his arrangements is awe inspiring. But he also has a very sophisticated emotive intent.

Never satisfied to simply drone on darkly, his monicker begins to make sense: Fuhs compositions comprise an inspiring metaphor for the building of notes, harmonics, and chords structures that form a living and breathing sonic entity that is Seconds in Formaldehyde. (www.waterscape.de)

Künstler 2006

In diesem Jahr bietet das Auerworld Festival erneut ein erstklassiges Lineup – internationale Acts aus Frankreich, Brasilien, Dänemark und Neuseeland treffen auf regionale und überegionale Künstler aus Weimar, Jena, Köln und Berlin. Rendez-vous auf dem Auerworld Festival – diese Künstler erwarten euch in diesem Jahr.

Inhalt

Vis-a-Vis

von Charlotte Rosamond (Marionettentheater aus Lyon/Frankreich)

Skurrilität einer Begegnung zweier Nachbarinnen, einer deutschen und französischen Dame in hoch betagtem Alter. (Näheres folgt demnächst)

Joycehotel

Rock aus Dänemark

Das Quartett aus Kopenhagen ist seit mehr als vier Jahren eine feste Größe in der dänischen Undergroundszene. Man könnte Joycehotel die dänischen Radiohead nennen, obgleich soundtechnisch auch dEUS oder Afghan Whigs als Referenzen herhalten können. Bei allen erlaubten Vergleichen muß man der Band jedoch ihr ganz eigenes Profil zugestehen. Mit scheinbar einfachem Vokabular schaffen sie komplexe, multimediale Statements. Grafik, Film, Lyrik und Musik fließen zu einem konzeptionellen Gesamtkunstwerk zusammen, das Hitparaden und Schubladen ignoriert. Es ist Rock, doch mit Stimmungen und Strukturen, die man eigentlich aus dem Electronic-Trance Genre kennt! Slowmove minimalistische Parts wechseln mit äußerst tanzbaren uptempo Attacken, pianobegleitete Balladen mit »post«-rockigen Gitarrenwänden – die Melodien in bitterem Moll. Ihre Konzerte haben Kultstatus, sind an Intensität kaum zu übertreffen. Nationale Bekanntheit erlangten sie 2003 mit dem Toursupport für Kitty Wu. Resultat dieser Tour war die Übernahme der Produzentenschaft für das Debütalbum »Joycehotel« durch Claus Bergmann. Joycehotel präsentieren auf ihm ein mystisches und stilvolles Universum unglaublicher Komplexität. In Deutschland erscheint es – erweitert um zwei Bonustitel – am 8. August 2005 via Make My Day Records / Al!ve. (www.joycehotel.com)

New Telepathics

Ambient/Industrial/Dub/Rock aus Neuseeland

New Telepathics ist die Musik des in Neuseeland geborenen Multi-Instrumentalisten Darryn Harkness. Auf der Bühne wird er begleitet von einer Auswahl seiner internationalen »Forschungsagenten«. Der Sound von New Telepathics lässt sich schwer beschreiben. Man kann sich sowohl bei den Live-Auftritten als auch bei den veröffentlichten Alben auf eine wandlungsfreudige Stilmischung freuen, die mit Elementen aus Dub, Ambient, Industrial, Jazz und Rock spielt. Da Improvisation ein wichtiger Bestandteil des dynamischen Musikschaffens ist, folgen die Lieder und Arrangements dem Gesetz des stetigen Wandels. Harkness hat seine Kompositionen auf Vinyl, CD und DVD unter seinem eigenen Label »Our Records« herausgebracht. Zusammen mit seiner Koproduzentin Johanna Hoppe, welche auch den Bass in New Telepathics spielt, filmt und arrangiert er die New Telepathics Videos. Diese werden zumeist auf ihrem bevorzugtem Medium »Super 8« aufgezeichnet. Neben New Telepathics spielt Harkness Gitarre und Keyboard in der Londoner Formation »Serafin«, die unter anderem mit Musikern wie Frank Black (The Pixies) auf Tour gegangen sind. Vor kurzem hat Harkness einen Live-Soundtrack für den deutschen Filmklassiker »Nosferatu« geschrieben und auf zwei britischen Filmfestivals aufgeführt. Momentan arbeitet er am nächsten New Telepathics Album.

Krause Duo Nr. 2

Makrohouse und Rambazamba aus Jena

Das Krause Duo Nr. 2 sind Metaboman und Carlson Basu. Nach ihrem rechtzeitigen Ausstieg bei Simon und Garfunkel gingen beide zunächst erst einmal getrennte Wege.

Metabo spielte kurz Triangel in einer IbizaJugendpfadfinderCombo und lernte, Jungle, Loops und Breaks zu schnitzen sowie Rap zu essen. Basu hingegen blies im Kongo in einem streng katholischen KirchenchorBigbandOrchestertrio tief klingende 4/4tel und 5/8tel Tracks auf der Tuba und tippte viermal hintereinander die Bibel als sms in den Weltraum. So vergingen mehrere Jahrzehnte bis sie wieder aus Versehen mit ihren Plattenkisten aus Watte zusammenstießen. Es knallte sehr und dabei vermischten sich all ihre TechnoSwingRapTangoHouseDeepJazzDubBongo Scheiben zu einem neuen Sound.

Dies war der Urmoment der Entstehung des Krause Duos Nr. 2 (weil ein orginal Krause Duo Nr. 1 gab es schon in Form einer sehr erfolgreichen Rockcoverband im Leipziger Raum). Seitdem rollen sie als absolute Vollprofis durch den wirren Danceorbit Europas.

Schleck und Stecker

Electronic/Dub/Liveband aus Weimar

Schleck und Stecker steht für handgemachten ElectronicDub. Seit Entdeckung des Infraschalls entwickelten sie ihren zu Bass gewordenen Schnappatem, der jeden Subwoofer in Schwingung versetzt. Die Box atmet schwere See, der Bass rollt und der Mixer läuft volle Kraft voraus. Dabei sorgt die sanfte Dalai Lama Flatline für den potentiellen Ausgleich vor und hinter dem Röhrenkompressor.

Bei den groovigen Beats und Samples von Schleck und Stecker gibt es einfach kein Zurück mehr, sondern nur ein schon »Immerdar«.

La Ruda

Ska/Rock aus Frankreich

Die Musik von La Ruda aus Saumur (Frankreich) kennt keine Grenzen. Obwohl ihr früherer Name »La Ruda Salska« von einem Wortspiel aus Salsa und Ska herrührt, liegen ihre Wurzeln nicht etwa in der lateinamerikanischen Musik, sondern viel eher im Punk und Ska, angereichert mit poppigen Songstrukturen, die sofort ins Ohr und in die Beine gehen. La Ruda machen die französischen Straßen nun schon seit 1993 unsicher. Ihren unverwechselbaren Stil haben sie mittlerweile bei fast 700 Konzerten in Europa und Kanada präsentieren können. Dreimal spielten die acht Musiker bereits auf dem Paléo Festival in Nyon und 2005 erstmals beim Sziget Festival in Budapest. Voilà, La Ruda: Insgesamt 150 000 verkaufte Alben und ihr eigenes Lable »Les associés du Réel« in Kooperation mit Wagram Music, dem wohl wichtigsten Independent-Label Frankreichs. Ihr fünftes Album »La Trajetoire de l´homme Canon« wird sehnsüchtig im September 2006 erwartet.

Die Kleingeldprinzessin und die Stadtpiraten

Bossa/Chanson/Jazz aus Berlin

Die Kleingeldprinzessin und die Stadtpiraten – das ist ein rhythmisches Seiltanzen mit deutschen Texten! Genau das Richtige, um zu zeigen, dass es auch hierzulande Troubadoure gibt, die sich auf die Selbstverständlichkeit von Straßenmusik verstehn. Mit ihren Liedern über die großen, kleinen und verstrickten Gefühle und Situationen des Alltags trifft Dota, die Kleingeldprinzessin, mit ihren Texten den »Zeitgeist«, ohne sich von ihm leiten oder gar verführen zu lassen. Voller Wortwitz und Binnenreime verzaubert die Kleingeldprinzessin und die Stadtpiraten mit einem Stilmix von zarten Balladen über Bossa, Samba und Taschenswing bis hin zu Beihnahe-Punk. Typisch interessant und ungewöhnlich arrangiert. Im Herbst 2002 entstanden die ersten Aufnahmen für die CD »Kleingeldprinzessin«. Im Mai 2003 spielte sie live bei Radio Multikulti (Funkhaus Europa). Ein Jahr später wurden Aufnahmen für eine Live-CD ebenfalls auf dem eigenen Label »Kleingeldprinzessin Records« veröffentlicht und im Januar mit einer Sendung bei Deutschland Funk vorgestellt. Seit September 2005 gibt es die vierte CD mit dem Titel »Blech und Plastik«, die von »Sternschnuppen«, »Kaulquappen«, »Schneekönigen« und kleinen Städten in Bayern erzählt. (www.kleingeldprinzessin.de)

Zärtlichkeiten Mit Freunden

Musik-Kasperett aus Halle

Ein Kessel Buntes! Schlecht gespielte Musik wird bei »Zärtlichkeit mit Freunden« zum Ereignis. Schräger Nonsense und Trash bietet der sächsische Comedy-Nachwuchs, der sich selber zur Gereration der »Grobmusiker« zählt. Das Duo Ines Fleiwa und Cordula Zwischenfisch karikiert facettenreich den Alltag und wechselt geschickt zwischen Rollenspiel und komischen Liedern. Die zwei Hasen der Unterhaltungsbranche gastierten bereits auf vielen Silberhochzeiten, Sportfesten und CD-Funkertreffen. In München eroberten sie 2005 den »Kaberett Kaktus« und in Hamburg 2006 den »Hamburger Comedypokal«. (www.zaertlichkeitmitfreunden.de)

Les Ejectès

Reggae/Ska/Rock aus Frankreich

Hinausgeworfen (éjecté) in die weite Welt – so fühlten sich die Troubadoure von Les Ejectés aus Limoges (Frankreich), als sie ihren prickelnden Cocktail aus Reggae, Soul, Ska, Rock und Ragga mischten. Einmal wird geschüttelt et voilà: Französische Musiktradition traf auf die nötigen Vitamine aus Jamaika. Les Ejectés sind schon seit über sechzehn Jahren mit bis zu zehn Instrumentalisten in der ganzen Welt unterwegs. Gespielt haben sie u.a. mit Rita Marley, The Specials, Last Poets, The Selector, Mano Negra, Zebda, NTM, Toots and the Maytals. Auf dem Auerworld Festival wird die Gruppe ihr neues Album »Nightklubup« vorstellen. Lebensfroh, goovy und immer auf dem Sprung!

Berimbrown

FunkSambaReggae aus Brasilien mit CapoeiraTanz

Funk, Soul und Samba-Reggae, sowie die brasilianischen Kampftänze Capoeira und Maculele bilden die Grundlagen für den einzigartigen Berimbrown Sound. Aufgewachsen in den Elendsvierteln von Belo Horizonte mussten sich Berimbrown und ihr Frontmann und Mastermind Mestre Negativo dem Überlebenskampf in dem von Drogen, Arbeitslosigkeit und Gewalt geprägten Stadtteil Maria Goretti stellen. Als Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit und als Möglichkeit, Respekt und Anerkennung zu erhalten, fanden die Jungen Zugang zu den Kampftänzen Capoeira und Maculele – Symbole des Schwarzen Widerstandes gegen die portugiesischen Kolonisatoren. Das Experimentieren mit verschiedenen Spielarten afro-brasilianischer Musik führte schließlich zur Gründung einer kompletten Band. Ihre Texte handeln von den Sorgen des Kampfes um das tägliche Brot, den Ungerechtigkeiten des Lebens auf der Straße und den Träumen von einem Zusammenleben in Würde und Frieden. Neben ihren Konzerten versuchen die sozial engagierten Musiker vor allem mit Capoeira-Workshops den Kindern ihrer Umgebung eine künstlerische und soziale Perspektive zu bieten.

Bei aller inhaltlichen Ernsthaftigkeit sind die Konzerte von Berimbrown aber immer auch ein farbenfrohes Spektakel voller geballter Energie. Da werden gerne zwei komplette Drumsets und diverse traditionelle Percussions-Instrumente aufgefahren, fette funkige Basslinien und mitreißende Bläsersätze gespielt, und Mestre Negativo würzt die Show immer wieder mit seinen Capoeira-Einlagen. Lässt sich das in Worte fassen? Nun vielleicht so: James Brown im Karneval-Rausch mit sozial-politischer Attitüde.

DJ René

Sehstörung / Leipzig

Starallüren sind ihm gänzlich fremd, das fängt schon damit an, dass er sich keinen Künstlernamen zulegt, sondern unter seinem bürgerlichen Namen auftritt. Trotzdem ist er einer der angesagtesten Trance DJs Leipzigs. Wie es sich für einen DJ der späten Stunde gehört, spielt DJ René Musik zum Abtanzen – von sphärisch über melodiös bis perkussiv. Stets unterlegt mit dem guten alten 4/4-Takt.